Grundlagen zur Personal- und Organisationsentwicklung

Es ist banal und steht doch oft zu wenig im Fokus: Organisationsentwicklung kann nur auf Basis einer erfolgreichen Personalentwicklung gelingen - und erst Personalentwicklung und Organisationsentwicklung zusammen machen eine zielgerichtete Unternehmensentwicklung möglich.

Heute stehen wir dabei vor neuen Herausforderungen.

Menschen, Organisationen, Gesellschaften vernetzen sich immer schneller.

Der alte Spruch: "Was juckt mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt" macht immer weniger Sinn in Zeiten, in denen eine Immobilienblase in den USA das weltweite Finanzsystem ins Wanken bringt. Das Gegenteil gilt: Eine einzige unternehmerische oder politische Entscheidung, kann bei der hohen Vernetzungsdichte Auswirkungen haben, die noch vor 10 Jahren undenkbar gewesen wären.

Mit der zunehmenden Vernetzung werden Systeme komplex - es braucht damit neue Ansätze in der Personal- und Organisationsentwicklung.

Komplexe Systerme - die Natur macht es uns vor - können höchst funktionell und stabil und zugleich flexibel genug sein, um sich notwendigen Veränderungen anzupassen. Dabei gibt es in der Natur keinen gesamtverantwortlichen "Chef". Ein König der Löwen hat nur bei Walt Disney weitreichende Entscheidungsbefugnis. Bei einem hohen Vernetzungsgrad müssen klassische Führungshierachien und -instrumente überdacht werden. Die Qualität eines Systems hängt davon ab, ob es gelingt, Eigeninteresse und Gesamtwohl in Balance zu bringen.

Das ACM-Prinzip für zielgerichtete Entwicklung

Im ACM Denken sehen wir Menschen, Teams, Abteilungen und Unternehmen als einen Organismus an, der wiederum Teil etwas Größeren ist. Ähnlich wie Gesundheit nicht von einem einzelnen Organ abhängt, führen in der Unternehmensentwicklung nur ganzheitliche Ansätze zum Erfolg. Dabei steht das A (für Alignment) für die Entwicklung einer Wertegemeinschaft mit einer klaren Orientierung und damit für eine "Systemordnung". Das C (für Commitment) steht für die notwendige "Systemkontrolle" - aber nicht klassisch hierarchisch, sondern selbstregulierend verstanden. Das M (für Movement) steht für eigenverantwortliche Leistung - denn nur wenn jeder für sich und zugleich im Einklang mit anderen in "zielgerichteter Bewegung" ist, kann Veränderung gelingen.

Das ACM Prinzip verbindet drei Dinge, die für eine zukunftsweisende Organisationsstruktur unabdingbar sind. Nämlich

  • Vernetzung
  • Erregung
  • Bewertung

Stellen Sie sich bitte nun einmal die Frage. Wer in Ihrer Organisation oder in Ihrem Unternehmen:

  • denkt und handelt vernetzt und kommuniziert entsprechend,
  • lässt sich erregen, zeigt Begeisterung und ist mit Herz bei der Sache,
  • ist in der Lage, Situationen angemessen (am besten auch selbstkritisch) zu bewerten?

Wenn die Antwort ernüchternd ausfällt, ist es vielleicht Zeit für ACM.

Interessante Impulse zu dem Thema "Entwicklung in vernetzten Systemen" finden Sie in der Vortragsreihe von Professor Peter Kruse.

03.02.2010 | Rubrik:

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