20 Jahre Staminski und Partner in der Presse

Ein Interview in der Fuldaer Zeitung vom 9. April 2011:

Hilfe von außen unverzichtbar

HELMUT STAMINSKI ist seit 20 Jahren erfolgreich am Markt aktiv

Seit 20 Jahren ist das Fuldaer Beratungsunternehmen Staminski & Partner nun schon am
Markt erfolgreich. Die Brüder Helmut und Wolfgang Staminski waren es, die damals eher noch als Pioniere auf diesem Gebiet aktiv wurden.

Seit 1997 führt Helmut Staminski das Unternehmen nun alleine. Auf 5000 geleitete Seminare und rund 50 000 geschulte Teilnehmer schätzt er heute die Bilanz des Unternehmens. Im Interview gibt Helmut Staminski einen Überblick, wie sich die Branche im Wandel der Zeit entwickelt hat.

Seit 20 Jahren ist die Firma Staminski & Partner nun am Markt. Wie haben sich die Bedürfnisse und Anliegen der Firmen im Laufe der Zeit verändert?

Früher standen klassische Seminare und Schulungen im Vordergrund. Das Angebot
der Firmen an ihre Mitarbeiter war vor allem auf jede einzelne Hierarchiestufe ausgerichtet. Es ging darum, interessante Themen anzubieten. Später wurden die Seminare auf die vorher ermittelten Bedürfnisse einer bestimmten Zielgruppe ausgerichtet. Praktische Übungen und Fallstudien wurden immer wichtiger. Im Wesentlichen wurden jedoch Dinge eingeübt, die in Zukunft gebraucht werden, ähnlich dem auch heute noch geltenden Schulmodell. In den 90er Jahren kam die Berücksichtigung von Umfeld- und Rahmenbedingungen hinzu. Zur Personalentwicklung kam die Organisationsentwicklung und der Blick auf die Kunden. Heute wird Weiterbildung innerhalb der Firmen viel projekthafter angegangen - für ein bestimmtes Ziel, mehr für eine konkrete Problemlösung in der Organisation, Maßnahmen über Hierarchien hinweg. Und dies alles viel schneller als früher und sehr viel kurzfristiger.

Eine Ausnahme bildet sicherlich die auf längere Sicht geplante Talent- und Nachwuchsförderung. Die Anlässe für Weiterbildung sind heute veränderungsgetriebener.
Die Globalisierung erfordert, Beratung und Training auch in englischer Sprache durchführen zu können. Das Personal-Coaching hat bedeutenden Anteil an unseren
Umsätzen erhalten.

Welche Firmen haben überhaupt das Bedürfnis, sich über Teamentwicklung,
Change Management oder Kompetenz- und Potenzialanalysen Gedanken
zu machen?

Alle Firmen, die erkannt haben,dass nur permanente Weiterbildung die Chance zum Wachsen oder sogar Überleben ermöglicht. Die Leistungsfähigkeit von Unternehmen wird im Wesentlichen durch die Qualifikation der Mitarbeiter bestimmt. Produkte und Dienstleistungen sind sich immer ähnlicher. Der Mensch macht heute den Unterschied.

Die Verbesserung der Führungsleistung, der Zusammenarbeit und der Anpassung an den Markt ist nicht zu ersetzen. Dort stecken nach wir vor Potenziale - auch im Sinne von mehr Zufriedenheit der Mitarbeiter. Viele Menschen wollen sich einbringen.

Können größere Firmen ohne Unternehmen wie Ihres heute überhaupt noch
wettbewerbsfähig funktionieren?

Auch kleine Firmen können nicht auf die Hilfe „von außen" verzichten. Für kleinere und mittelständische Firmen ist es eindeutig lohnender, nach Bedarf auf externe Berater und Trainer zurückzugreifen. Große Konzerne haben eigene, interne und hochqualifizierte
Berater und Trainer. Aber auch da gilt: Der Prophet im eigenen Land hat manchmal nicht so viel zu sagen. Aus unternehmenspolitischen Gründen heraus werden dennoch externe Berater hinzugezogen - auch um branchenfremde Ideen und Erfahrung einzubringen.
Externe schauen oft vorurteilsfreier auf das Geschehen. Und sie dürfen oft kritischer sein.

Sie haben das ACM-Prinzip entwickelt, nachdem - sehr kurz formuliert - Mitarbeiter
bei ihrem täglichen Tun mit Kopf und Herz gemeinsam in eine Richtung arbeiten sollen.
Konnten sie das bislang nicht?

Das können auch heute viele leider oftmals nicht. Und zwar, weil sie zu wenig Anerkennung und Respekt vor der Leistung bekommen. Und weil sich viele auch heute noch viel zu wenig darum kümmern, dass ein gemeinsames Verständnis darüber hergestellt wird, wohin die Reise gehen soll. Neudeutsch nennen wir das Alignment, also Ausrichtung oder Übereinkunft. Das steht für das A in unserem ACM-Modell. Und selbst wenn das klar beschrieben ist, sind die Kräfte noch lange nicht gebündelt oder wirksam. Wer leistet welchen Beitrag? Ist die Mannschaft wirklich dabei? Hat sich der Einzelne entschieden, mitzumachen und mitzudenken? Können und wollen sich alle einbringen? Auf die Fähigkeiten und die Motivation kommt es an. Dafür steht das C. Es fragt nach dem Commitment der Mitarbeiter. Und selbst wenn dies alles gegeben ist, scheitern Unternehmen oft doch noch daran, dass sie nicht wirksam umsetzen, in Bewegung kommen und handeln. Dafür steht das M wie Movement. Werden die geplanten Maßnahmen auch angegangen? Kontrolliert und steuert jemand die Bewegung in die gewünschte Richtung?

Der Zeitungsauschnitt als pdf20 Jahre Staminski.pdf

15.04.2011 | Rubrik:

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